Kreuzweg-Stationen I - XIV 

 

 

 

 

 

Wegweiser ...

I. Station

 

Jesus wird zum Tode verurteilt

 

„Und sie fällten alle das Urteil, er sei des Todes schuldig. Einige spuckten ihn an, verhüllten sein Gesicht, schlugen mit den Fäusten auf ihn ein.“
(Mk. 14,64-65)

 

 

 

 

 

 

 

 

Seht den Menschen Jesus an. Er, der sanftmütig und gütig ist, wird unschuldig zum Tod verurteilt.

 

Herr Jesus Christus, Du hast das ungerechte Todesurteil angenommen. Du hast viele Sünden zugedeckt, indem Du geschwiegen hast. Dafür danke ich Dir.

II. Station

 

Jesus nimmt das Kreuz auf seine

Schultern

 

„Da lieferte Pilatus ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde. Sie übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt". (Joh. 19,16-17)

 

 

 

 

 

Jesus nimmt das Urteil so an, wie er das ungerechte Gerichtsverfahren angenommen hat.

Er schweigt.

 

Herr Jesus Christus, Du hast das Kreuz schweigend auf Dich genommen und getragen. Lass mich Dir nachfolgen.

 

 

 



... auf dem Weg zur III. Station

III. Station

 

Jesus fällt zum ersten Mal unter

dem Kreuz.

 

„Er hat unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.“ (Jes. 53,4)

 

 

 

 

 

 

 

Die Geißelung, die Spottkrone und das Kreuz haben ihn entkräftet. Unter dieser Last bricht er zusammen und erlebt die Ohnmacht eines Gefangenen, eines Sklaven, eines Verurteilten.

 

Herr Jesus Christus, Du bist unter der Last des Kreuzes zu Fall gekommen. Ermutige mich, wenn ich zu Fall komme, das Ziel wieder ins Auge zu fassen.

 

 




... auf dem Weg zur IV. Station

IV. Station

 

Jesus begegnet seiner Mutter.

 

„Ihr alle, die ihr des Weges zieht, schaut doch und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz?“ (Klgl. 1,12)

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer, wenn Menschen sich begegnen, kreuzen sich ihre Wege. Viele Kreuzungen sind faszinierend, andere erschütternd.

 

Herr Jesus Christus, ich denke daran, wie Du als hilfloses Kind in die Welt kamst und Dich Deine Mutter gestillt hat, wie sie Dich in die Arme genommen und ihre Liebe an Dich verschenkt hat. Jetzt mag die Begegnung mit ihr Dich trösten.

 V. Station

 

Simon von Cyrene hilft Jesus
das 
Kreuz tragen. 

 

„Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Cyrene, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.“  (Mk. 15,21)

 

 

 

 

 

 

 

Wie jeder von uns will auch er nicht hineingezogen werden in das Leid anderer.  

 

Herr Jesus Christus, öffne mir die Augen für das, was Not wendet und leite mich an, in der Liebe zu Dir und den Mitmenschen zu reifen. 

 






... auf dem Weg zur VI. Station

VI. Station

 

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.

 

„Auch einige Frauen sahen von weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome; sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.“ (Mk. 15,40-41) 

 

Das Leid kann keiner abnehmen, aber mitleiden kann jeder. 

Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

 





... auf dem Weg zur VII. Station

VII. Station

 

Jesus fällt zum zweiten Mal 
unter dem Kreuz.

 

„Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, die Zunge klebt mir am Gaumen, du legst mich in den Staub des Todes.“ (Ps. 22,16)

 

 

 

 

 

 

Jesus, dessen ganzes Leben geprägt ist von der Liebe zu den Menschen, bricht unter der Last der Unmenschlichkeit zusammen.

 

Herr Jesus Christus, lehre mich das Geheimnis Deiner Liebe: Indem Du die Menschen

erträgst, erlöst Du sie. Hilf mir, meine Mitmenschen zu ertragen, damit Dein Reich

komme und Dein Wille geschehe.

 





... auf dem Weg zur Station VIII

VIII. Station

 

Jesus begegnet den weinenden Frauen.

 

„Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte:

‚Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht

über mich; weint über euch und eure Kinder!’“ (Lk. 23,27-28)

 

 

 

 

Trotz der schreienden Menge nimmt Jesus die weinenden Frauen wahr, nimmt ihre mitfühlende Trauer an und verweist sie auf ungerechtes Leid, das kommenden Generationen bevorsteht.

 

Herr Jesus Christus, ich denke an all die Frauen und Mütter, die um ihre Männer und Kinder bangen und weinen, weil sie aus ihren Familien herausgerissen werden.

Herr, lass die vielen Aktionen für eine gerechtere Welt zum Segen werden.






Kreuzberg-Kapelle mit Station IX

IX. Station

 

Jesus fällt zum dritten Mal unter

dem Kreuz.

 

„Ich bin hingeschüttet wie Wasser, gelöst haben sich all meine Glieder. Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.“ (Ps. 22,15) 

 

 

 

 

 

 

Jeder, der diesen Weg innerlich mitgeht, verstummt.

 

Herr Jesus Christus, es gibt Situationen, in denen ich verzweifle und nicht mehr weiter weiß, wo ich mich wie Wasser hingeschüttet fühle. 
Schenke mir Kraft zum Glauben, dass es einen Weg gibt, den Du mit mir gehst.

 

 

 

 

 

... auf dem Weg zur Station X

X. Station

 

Jesus wird seiner Kleider beraubt

 

„So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.“
(Joh. 19,24)

 

 

 

 

 

 

Kultur ist, Kleider zu haben. Jemandem die Kleider wegnehmen bedeutet, ihn aus der Gemeinschaft ausschließen, ihn dem Spott preisgeben und ihn innerlich verletzen.

 

Herr Jesus Christus, jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes, einmalig und unendlich wichtig, weil für die Ewigkeit bestimmt. Gib mir Achtung vor der Würde des Menschen.

 





... auf dem Weg zur Station XI

XI. Station

 

Jesus wird ans Kreuz genagelt.

 

„Sie kamen zur Schädelhöhe; dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen rechts von ihm, den andern links. Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk. 23,33-34)

 

 

 

 

 

Der Weg ist zu Ende! Festgenagelt, ausweglos. Mitten unter Verbrechern hängt angenagelt das Leben der Welt.

 

Herr Jesus Christus, es ist unfassbar:

Als Sohn Gottes lässt Du Dich von Menschen hinrichten. Der Mensch will selber sein

wie Gott. Tatsächlich ist er angenagelt an sein Unvermögen und seine Lieblosigkeit.

Herr, befreie mich aus meiner Begrenztheit und öffne mich für Deine Wahrheit.

 

 

 

 

 

Von unten führt die Treppe auf das Plateau des Kreuzberges und mündet 

zwischen der Station XI und XII

 

 

 

 

 

... auf dem Weg zur Station XII

XII. Station

 

Jesus stirbt am Kreuz.

 

„Es war um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“ (Lk. 23,44-46)

 

 

Erst als alles vollbracht war, ist Jesus gestorben. Sein ganzes Leben war geprägt von Demut und Liebe: Bei seiner Menschwerdung hat er seine göttliche Herrlichkeit verlassen, beim schmachvollen Tod am Kreuz war er der Geringste unter den Menschen, um alle, die an ihn glauben, in seine göttliche Herrlichkeit aufzunehmen.

  

Herr Jesus Christus, Du hast Dich klein gemacht, um mir den Weg zum Vater zu zeigen.

Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. Amen. 

 





... auf dem Weg zur XIII. Station

XIII. Station

 

Jesus wird vom Kreuz abgenommen

und in den Schoß seiner Mutter gelegt.

 

„Als die Soldaten zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.“

(Joh. 19,33-34)

 

 

 

Mundtot gemacht störte dennoch der tote Leib; denn während des Sabbats sollten die Körper nicht am Kreuz bleiben.

 

Herr Jesus Christus, Du hast uns die Liebe als das wichtigste Gebot aufgetragen:

„Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe!“ Präge diesen Satz als Deinen Letzten Willen

in mir ein.






... auf dem Weg zur Station XIV

XIV. Station

 

Jesus wird ins Grab gelegt.

 

„Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz und wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes.“ (Mk. 15,46)

 

 

 

 

 

Jesus wird in die Erde gelegt wie ein Weizenkorn, das Frucht bringt, wenn es stirbt.

Für Jesus ist alles vollendet.

 

Herr Jesus Christus, durch Deine Auferstehung hast Du den Stein ins Rollen gebracht. Lass mich ein lebendiger Stein Deines Tempels sein und vollende mich in Deiner Liebe, die selbst der Grabstein nicht eingeschlossen halten konnte.

 

 

 

 

 

Kreuzberg-Kapelle

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aktualisiert: 23.11.2018